Vom Zwerg, ......

 
... der nicht schlafen wollte 
 

Es war einmal ein Zwerg. Der spielte und tobte den ganzen Tag im Wald herum. Er war ein junger Zwerg, der noch nicht zur Schule ging und daher konnte er den ganzen Tag spielen und toben. Nur wenn sich die Sonne, müde vom vielen Scheinen, schon die Augen rieb, dann wollte Zwergmama auch, daß er ins Bett ging. Und das wollte unser Zwerg gar nicht.

Schlafen - wie langweilig - und was ich da alles versäume, dachte er sich. Eines Tages, er lag unter einem Baum und träumte in den Tag hinein, kam eine gute Fee vorbei.

 

“Hallo Zwerg, wie geht es dir?”
“Mir geht es prima. Wenn ich nur nicht immer abends ins Bett müßte. Ich will nicht schlafen. Ich möchte immer wach sein.”
“So, du willst nicht schlafen? Gut, dann werde ich dir diesen Wunsch erfüllen.” Sie stubste ihm mit ihrem Zauberstab auf die Nase und fortan mußte der kleine Zwerg nicht mehr schlafen.

Wie aufregend! Jetzt konnte er auch nachts, wenn es dunkel ist, durch den Wald gehen, toben und mit den Freunden spielen.

Aber herrje, wo waren sie alle? Er ging durch den Wald. Nur der Mond gab ihm ein wenig Licht. Da nur Halbmond war, war es fast stockdunkel.
“Autsch”, sagte da eine eine Stimme. Es war ein Fliegenpilz, auf den unser Zwerg getreten war.

 

“Entschuldige bitte, daß wollte ich nicht.”
“Schon gut, aber passe das nächste Mal besser auf. Was machst du überhaupt hier im Wald mitten in der Nacht? Warum bist du nicht im Bett?"
“Ich muß nicht mehr schlafen! Nie mehr. Ich kann jetzt Tag und Nacht spielen und mit meinen Freunden zusammensein.”
“Soso”, sagte der Fliegenpilz, “aber seid leise. Andere wollen nämlich schlafen.” Komisch, dachte der Zwerg bei sich, wie kann man nur schlafen wollen?

Er stromerte weiter durch den Wald, auf der Suche nach seinen Freunden. So kam er zu der Hasenfamilie und weckte die kleinen Hasenkinder: “Kommt mit mir spielen!”
Aber die Hasen waren viel zu müde und murmelten nur: “Laß uns schlafen, wir spielen morgen wieder zusammen.”

Ähnlich erging es ihm bei Familie Fuchs und Familie Igel. Das Igelkind wurde richtig böse, als es geweckt wurde, denn es hatte gerade einen wunderschönen Traum gehabt, den es unbedingt weiter träumen wollte.

Traurig setzte sich der Zwerg unter einen Baum und seufzte.
“Was ist denn los, kleiner Zwerg, warum bist du denn so traurig?” fragte eine Stimme. Nanu, wo kam denn die Stimme her. Der Zwerg drehte sich nach allen Seiten. “Hier oben bin ich, auf dem Baum.” Und wirklich. Hoch oben vom Baum guckten ihn zwei Augen an.
“Wer bist denn du? Dich habe ich ja noch nie im Wald gesehen.”
“Ich bin die Eule. Und ich bin nur nachts wach.”
“Oh, das ist toll, ich bin nämlich auch nachts wach. Kannst du nicht mit mir spielen?”
“Nein, das kann ich nicht. Denn ich muß aufpassen, daß nichts passiert. Wenn alle im Wald schlafen, muß einer wachsam sein.”

 

“Ach, ist das langweilig”, sagte der Zwerg, “wenn doch nur schon wieder Tag wäre und die anderen wach wären, um mit mir zu spielen.”
Und da wünschte er sich, auch wieder zu schlafen. Nicht nur, daß der neue Tag schneller wieder da wäre. Auch die schönen Träume, die nachts kommen, fehlten ihm.

Und das merkte die gute Fee und erfüllte ihm auch diesen Wunsch. Von diesem Tag an schlief der Zwerg nachts, wie alle anderen und spielte und tobte tagsüber.
 

 

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